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03.02.2018 Pokal

Viererpokal: Kalk/Deutz bezwingt Berrenrath 3,5:0,5

Knapp an der Höchststrafe vorbei

Von: Willi Meul


Gleich die erste Hürde auf dem Weg ins Pokalfinale nach Berlin haben wir gerissen. Den Rhein haben wir noch überquert – die Richtung stimmte also – aber schon in Kalk/Deutz wurde unser Triumphzug jäh gestoppt. Nicht ganz unerwartet verloren wir das Duell gegen den Verbandsligisten. Wir müssen leider zur Kenntnis nehmen, im Ranking der Vereine des Kölner Schachverbandes einen hinteren Platz zu belegen. Bei uns wird sicher leidenschaftlich gerungen, Spitzenschach ist aber nur selten zu sehen. Damit sind wir für alle anderen am Viererpokal teilnehmenden Vereine der Wunschgegner schlechthin. Mit einer Niederlage haben wir also insgeheim gerechnet, allerdings haben wir auf ein annehmbares Ergebnis gehofft. Dies ist uns leider nicht gelungen.

Die Gastgeber haben uns einen freundlichen Empfang bereitet. Sie haben alles unternommen, damit wir uns wohl fühlen. Dabei haben sie leider etwas übertrieben. In Sorge, wir könnten uns im Spielsaal eine Erkältung holen, haben sie die Heizkörper zeigen lassen, was deutsche Wertarbeit ist. Vielleicht hat aber auch die Erderwärmung rechtsrheinisch besorgniserregende Ausmaße angenommen. Ich weiß es nicht. Jedenfalls hatte ich, und ich stehe nicht im Ruf ein Exhibitionist zu sein, das Bedürfnis, mich mehr und mehr zu entblößen. Gott sei Dank habe ich es beim Pullover belassen.

Einen Quickie sahen die nicht anwesenden Zuschauer am dritten Brett. Michael, sonst ein Ausbund an Eröffnungswissen, wurde in seiner Domäne in neun Zügen an die Wand genagelt. Der alte Mann hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Kommt vor.

3 Andreas Gerdau 1-0 Michael Kronseder

Etwas besser erging es Heinz am letzten Brett. Er wählte mit Colle eine solide aber eher defensiv ausgerichtete Eröffnungsvariante. Leider kam er mit seiner Damenflügelentwicklung nicht voran und ermöglichtete seinem Gegner, die Figuren zum finalen Angriff in Position zu bringen. Da war aller Widerstand gebrochen.

4 Mario Schwark 1-0 Heinz Esser

Auch ich hatte einen gebrauchten Tag erwischt. Hatte mein Gegner auf eine spannende Partie gehofft und war auch bereit, seinen Teil dazu beizutragen, musste ich leider passen. Dreimal griff ich daneben, mindestens einmal zu viel. Da blieb auch mir nur noch die Aufgabe und die Erkenntnis, gegen einen spielstärkeren Gegner verloren zu haben.

2 Jochen Gossmann 1-0 Willi Meul

Es drohte die Höchststrafe. So wollten wir aber nicht heimkehren, die Berrenrather Bevölkerung hätte uns gelyncht. Matthias stand mit dem Rücken zur Wand, Gewinnchancen hatte nur der Gegner. Bis zur totalen Blamage fehlte nicht mehr viel. Doch der Gegner konnte trotz reichlichem Nachdenken die entscheidende Stellungsverbesserung nicht finden und daher willigte er auf ein Remis ein. Gerettet! Wir durften heimkehren.

1 Eric Ostenda 1/2 Matthias Kühn

 

SG Kalk/Deutz 3,5:0,5 SV Berrenrath

 

Unser Erstrundenaus hat bereits Tradition. Jahr für Jahr dieselbe Erfahrung. Dennoch: wir geben die Hoffnung nicht auf und werden im nächsten Jahr wieder antreten. Berlin bleibt unser Ziel.


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